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Kurznachrichten zu Projekten, Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Persönlichkeiten, die in Verbindung mit den drei WIR!-Projekten oder anderen Innovationen aus dem Erzgebirge stehen.

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Karliczek: Jetzt durchstarten für die Zeit nach der Krise!

Innovationserhebung des ZEW Mannheim zeichnet gemischtes Bild

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) untersucht das ZEW Mannheim jedes Jahr das Innovationsgeschehen in der deutschen Wirtschaft. Am heutigen Freitag stellen Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und ZEW-Präsident Achim Wambach die zentralen Ergebnisse der Innovationserhebung 2020 in einer Pressekonferenz vor. Die Studie erfasst dabei die tatsächlichen Innovationsaktivitäten für 2019 und gibt anhand der Planzahlen der Unternehmen einen Ausblick auf die Jahre 2020 und 2021.

Ein zentrales Ergebnis ist: Die Wirtschaft in Deutschland hat im Jahr 2019 so viel wie noch nie zuvor für Innovationen ausgegeben. Und wie die Planzahlen zeigen, geht die Wirtschaft trotz der Corona-Krise für das Jahr 2020 von einem nur moderaten Rückgang der Innovationsausgaben um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Die Zahlen des ZEW geben aber an anderer Stelle Ansporn zur Verstärkung unserer Anstrengungen: Insbesondere wird der Anstieg der Innovationsausgaben in 2019 vor allem von den großen Unternehmen getragen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) treten auf der Stelle. Für 2020 planen die KMU laut der Studie sogar mit deutlichen Einschnitten von 8,7 Prozent. Zudem sind die Innovationserfolge im Jahr 2019 unter den Vorjahreswerten geblieben – trotz steigender Ausgaben.


Hintergrund:
Das ZEW Mannheim untersucht im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) jedes Jahr das Innovationsgeschehen in der deutschen Wirtschaft – gemeinsam mit dem Institut für angewandte Sozialwissenschaften (infas) und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI). Die Studie erfasst Unternehmen mit 5 oder mehr Beschäftigten. Im Jahr 2019 waren dies rund 333.000 Unternehmen mit 18,2 Millionen Beschäftigten und einem Umsatz von mehr als 5,4 Billionen Euro.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die Studie finden Sie im FACHWISSEN auf innovERZ

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und ZEW-Präsident Achim Wambach 2020 in einer Pressekonferenz. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

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Breites Bündnis aus Wirtschaft, Forschung, Verbänden und Politik will Deutschlands Wasserstofftechnologie-Zentrum in Sachsen aufbauen

Deutsche Wasserstoffwirtschaft weltweit konkurrenzfähig machen - Gemeinsame Pressemitteilung des HIC-Bündnisses

Das Wasserstofftechnologie-Zentrum des Bundes soll in Sachsen entstehen – das ist das Ziel der Landespolitik und eines Zusammenschlusses sächsischer Unternehmen, Verbände, Forschungseinrichtungen und Universitäten. Heute haben sie ihr gemeinsames Konzept für das »HIC – Hydrogen and Mobility Innovation Center« in Chemnitz vorgestellt. Dort könnte das Zentrum schon in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen, denn bereits jetzt ist der Standort ein Forschungs- und Transferschwerpunkt für Wasserstofftechnologien sowie Brennstoffzellen-Fahrzeugantriebe. Zahlreiche Forschungsprojekte mit Förderungen von Land, Bund und EU belegen das. Auch ein Technologie-Campus ist schon komplett erschlossen: Das HIC würde die bestehenden Strukturen mit einem hochmodernen Fahrzeuglabor, einem umfangreichen Wasserstoff-Zertifizierungszentrum, Prüfständen für Brennstoffzellen sowie einem Fortbildungszentrum auf internationalem Niveau festigen. Insbesondere Mittelständler werden dort neue Produkte entwickeln und zertifizieren können, um vom Zukunftsmarkt Wasserstoff zu profitieren – auch im weltweiten Wettbewerb mit Japan, China oder den USA.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig, Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow und der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze unterstützen die Bewerbung mit Nachdruck. Hinter dem HIC stehen außerdem das Innovationscluster HZwo e.V., die Technische Universität Chemnitz und die Technische Universität Dresden, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie BMW Leipzig, der Automobilzulieferer Vitesco Technologies sowie viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), an denen insgesamt rund 10 000 Arbeitsplätze hängen.

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Quelle (komplette Pressemitteilung):
Medieninfo Sachsen
HZwo e. V.

Pressemappe

 

Das »Hydrogen and Mobility Innovation Center« umfasst ein großes Fahrzeuglabor, ein umfangreiches Wasserstoff-Testfeld, Prüfstände für Brennstoffzellen sowie ein Fortbildungszentrum und ein Experience Lab. © HZwo

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Wirtschaftsförderung Sachsen/IOSax - Online Marketing Challenge 2021

Online Marketing Challenge 2021

Mit der Online Marketing Challenge internationalisieren Sie Ihr Unternehmen gleich zweifach. Sie stärken den digitalen Vertrieb ins Ausland und lernen gleichzeitig internationale Arbeitskräfte kennen.

Auch 2021 rufen IOSax und das SEPT-Programm der Universität Leipzig eine Online Marketing Challenge aus. Die Teilnahme ist begrenzt und - bis auf das Werbebudget von 500€ - kostenlos.

So funktioniert's: Sächsische Unternehmen arbeiten gemeinsam mit internationalen Studenten eine Online Marketing-Strategie für Auslandsmärkte aus. Die anschließende Kampagne zielt darauf ab, neue Kunden zu gewinnen. Das Team mit den besten Resultaten gewinnt.

 

Anmeldeschluss für Unternehmen ist der 26.02.2021
(Umfrage und Anmeldung hier)

 

Durch die Zusammenarbeit in interkulturellen Teams kommen die Unternehmen zudem in Kontakt mit motivierten und qualifizierten Studenten und damit potentiellen künftigen Mitarbeitern.

Informationen zum Ablauf:

15. April 2021 / 16-18 Uhr / Leipzig bzw. Online

  • Kennenlernen der Teams / Briefing / Planung der Kampagne

April - Ende Mai 2021 / Online
Webinar-Reihe zur Vorbereitung der Studenten und Unternehmen

  • Webinar "Internationales Marketing" / 29. April 2021/ 16-18 Uhr
  • IOSax.digital-Webinar "Einstieg in die Werbewelt von Facebook und Instagram" (deutsch / englisch) / 6. Mai 2021 / 16-18 Uhr
  • IOSax.digital-Webinar "Kunden und Lieferanten finden auf LinkedIn" (deutsch / englisch) / 12. Mai 2021 / 16-18 Uhr
  • Webinar "Google AdWords & YouTube Boot Camp" (deutsch / englisch) / 27. Mai 2021 / 16-18 Uhr

15. April - 30. Juni 2021

  • Laufzeit der Kampagnen


15. Juli 2021 / 16-18 Uhr / Dresden bzw. Online

  • Präsentation der besten Kampagnen / Auszeichnung der Gewinner


Die Teilnahme ist für Unternehmen mit Kosten in Höhe von jeweils 500€ verbunden. Dieser Betrag wird von den Studenten als Werbebudget für die Anzeigenkampagne eingesetzt. Die Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Studenten erfolgt bei strengen Kontaktbestimmungen virtuell.

 

Weitere Infos unter:
www.iosax.de/online-marketing-challenge

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Zwickauer Forscher entwickeln Elektronik der nächsten Generation

Zwickauer Forscher entwickeln Elektronik der nächsten Generation
Die europaweite Forschungsinitiative unter Koordination der Infineon Technologies AG will die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit von Elektroniksystemen und mikroelektronischen Komponenten steigern. Das Fraunhofer Anwendungszentrum für Optische Messtechnik und Oberflächentechnologien AZOM, die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) und das Forschungs- und Transferzentrum (FTZ) sind die Zwickauer Verbundpartner.

Eine leistungsfähige Elektronik ist die Grundlage für zukunftsweisende und sichere Technologien. Mit innovativen Methoden und Prozessen wollen Fachleute aus europäischer Wissenschaft und Wirtschaft die Ausfallsicherheit von Maschinen und Anlagen erhöhen sowie Fertigungsprozesse in der Mikroelektronik verbessern. »Bei iRel 4.0 lassen wir kein Bauteil aus. Wafer, Chip, Gehäuse oder Anwendersystem werden optimiert. Das senkt Produktionsfehler im Herstellungsprozess und erhöht die Qualität und Langlebigkeit von Produkten«, betont Prof. Peter Hartmann, Leiter des Fraunhofer AZOM und Professor an der Fakultät Physikalische Technik/Informatik der WHZ.

Die Forschungseinrichtungen bringen Kompetenzen in der laserbasierten Oberflächentechnik (WHZ), Entwicklung prozessbegleitender Messtechnik (AZOM) sowie Steuerelektronik und Softwareentwicklung (FTZ) ein. Dafür stehen den wissenschaftlichen Einrichtungen 1,6 Mio. Euro zur Verfügung. Die Projektpartner entwickeln gemeinsam ein komplexes System, um neuartige Produktionstechnik zu ermöglichen. Der Fokus dieser neuen Produktionstechnik liegt dabei insbesondere auf der Verbesserung von Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit späterer Produkte. Unabhängig von allen Einschränkungen hat der lokale Verbund bereits die intensive Kooperation begonnen und ist digital an das Gesamtkonsortium angebunden.

Studierende der WHZ profitieren von iRel 4.0
»Die Allianz der Forschungseinrichtungen mit verschiedenen europäischen Industriepartnern wie der Infineon Technologies Dresden und Austria sowie der LEC Eibenstock bildet die Brücke zwischen Wissenschaft, Großunternehmen und mittelständischer Wirtschaft. Dadurch hat das Projekt auch eine besonders große Bedeutung für die praxisnahe und angewandte Ausbildung unserer Studierenden. Sie können zukünftig durch Abschlussarbeiten oder als studentische Hilfskraft bei iRel 4.0 mitwirken«, erklärt Prof. Hartmann.

Über das Projekt Intelligent Reliability 4.0 (iRel 4.0)
Das Kooperationsprojekt soll europaweit rund 25 000 hochqualifizierte Arbeitsplätze durch starke Partnerschaften und Investitionen in Innovation sichern. Die Europäische Union fördert iRel 4.0 im Rahmen des ECSEL-Programms (Electronic Components and Systems for European Leadership). Aus Deutschland kommt finanzielle Unterstützung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von den beiden Bundesländern Sachsen und Thüringen. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und endet voraussichtlich im April 2023. Unter der Federführung der Infineon Technologies AG bündeln hierfür 75 Wissenschafts- und Wirtschaftspartner aus dreizehn Ländern ihre Kräfte.

Weitere Informationen zum Projekt und den Projektpartnern stehen unter: https://www.irel40.eu


Über das Fraunhofer AZOM

In enger Kooperation mit der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) ergänzt das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Optische Messtechnik und Oberflächentechnologien AZOM das Leistungsspektrum des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden und stärkt den Forschungsstandort Zwickau nachhaltig. Das Anwenderzentrum bildet die Schnittstelle zwischen den Disziplinen Medizintechnik, Kraftfahrzeugtechnik, Maschinenbau und Halbleiterindustrie.

Weitere Informationen: s.fhg.de/azom

Über die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ)
Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) ist eine Hochschule mit den Schwerpunkten Technik, Wirtschaft und Lebensqualität. Dem Leitbild »Hochschule für Mobilität« folgend, fasst die WHZ ihre zahlreichen Forschungsaktivitäten in fünf Forschungsprofillinien zusammen: Fahrzeug und Produktion, Energie und Infrastruktur, Cyber Physical Systems und Digitalisierung, Gesundheit und Medizintechnik, Nachhaltigkeit und Neo-Ökologie.

Weitere Informationen: www.fh-zwickau.de

Über das Forschungs- und Transferzentrum (FTZ)
Der FTZ e.V. wurde am 14. November 1994 gegründet. Durch einen Kooperationsvertrag ist der Verein eng mit der WHZ verknüpft. Der Verein stellt eine Schnittstelle zwischen Industrie und Hochschule dar. Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit Industrie, Wirtschaft und Kommunen in der Region zu fördern und die WHZ auf den Gebieten der Forschung- und Entwicklung, des Wissenstransfers, sowie der praxisorientierten Lehre zu unterstützen.

Mehr Informationen: www.fh-zwickau.de

 

Kontakt

Prof. Dr. rer. nat. habil. Peter Hartmann
Fraunhofer-Anwendungszentrum für Optische Messtechnik und Oberflächentechnologien AZOM
Keplerstraße 2
08056 Zwickau

Telefon +49 375 536-1538
Mobil +49 1522 9262090

Neue Methoden im Herstellungsprozess sollen ihre Qualität erhöhen und elektronische Komponenten zuverlässiger machen.
Foto: Wissenschaftler Christopher Taudt arbeitet an einem Aufbau zur optischen Analyse von Wafern in der Reinraumstrecke des Fraunhofer AZOM. ( © Fraunhofer IWS Dresden)

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Vielfältige Unterstützung für Sachsens Gründungsszene, Transferakteure und Innovatoren

In diesem Jahr richtet futureSAX, die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen, erneut die drei Sächsischen Staatspreise für Gründen, Transfer und Innovation aus. Die Wettbewerbsausschreibung wie auch die vielfältigen Unterstützungsangebote sollen der sächsischen Gründungsszene, Transferakteuren und Innovatoren gerade in der aktuellen Krisenzeit Mut und Zuversicht geben, Ideen und Visionen weiterhin zu verwirklichen. Einreichungsfrist der Bewerbungen für die Staatspreise ist der 7. März 2021. Begleitend dazu finden die futureSAX-Gründerforen, die Sächsischen Transfer Roadshows und das futureSAX-Innovationsforum statt, um Austausch und Vernetzung im sächsischen Innovationsökosystem intensiv zu fördern und Sachsens Innovationskraft sichtbar zu machen.

futureSAX, die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen, richtet im Auftrag des sächsischen Wirtschaftsministeriums in diesem Jahr 2021 erneut drei Staatspreise aus: den Sächsischen Gründerpreis, den Sächsischen Transferpreis und den Sächsischen Innovationspreis. Die Preise sind mit insgesamt bis zu 110.000 Euro dotiert. Mit ihrer Teilnahme erhalten die Unternehmen, Gründenden und Wissenschaftler/-innen nicht nur Bekanntheit in der Innovationslandschaft Sachsen, sondern werden auch Teil des futureSAX-Netzwerks mit über 8.500 Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Dazu Marina Heimann, Geschäftsführerin von futureSAX: »Positive Beispiele als Signal für innovatives Unternehmertum und technologische Lösungen als Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft – das steckt hinter den Teilnehmenden der Wettbewerbe und ihren Ideen, Projekten und Innovationen. Insbesondere in der aktuellen Krisenzeit möchten wir den Menschen und Institutionen eine Bühne geben und sie darin bestärken, mit Mut und Zuversicht die eigenen Ideen voranzutreiben.«

Gerade in der aktuellen Krise ist es besonders wichtig, der sächsischen Gründungsszene, Transferakteuren und Innovatoren Mut und Zuversicht zu geben, damit sie ihre Ideen und Visionen weiterhin verwirklichen.

Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, betont: »Die Corona-Pandemie stellt zahlreiche Unternehmen und Gründungen vor existenzielle Fragen. Mehr denn je ist es jetzt wichtig, mit innovativen Gründungskonzepten, erfolgreichen Innovationen in etablierten Unternehmen und auch beispielgebenden Transferprojekten die Erfolgsgeschichte des Innovationslandes Sachsen fortzuschreiben. Sachsen kann zeigen, dass es gerade in diesen schwierigen Zeiten zu den Innovationstreibern Europas gehört!«

Bewerbungsschluss für alle drei Preise ist der 7. März 2021.

Der Sächsische Gründerpreis
Der Sächsische Transferpreis
Der Sächsische Innovationspreis

... hier finden Sie die komplette Medieninfo

 

Weitere Informationen auf der Homepage von futureSAX: https://www.futuresax.de

 

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Erfolgreicher "InnoStartBonus" wird fortgeführt

Der InnoStartBonus ist zu einem zentralen Baustein der sächsischen Gründerförderung geworden und hat die Wahrscheinlichkeit für die erfolgreiche Umsetzung einer innovativen Geschäftsidee in der Vor- und Gründungsphase signifikant erhöht. Deshalb wurde das SMWA heute durch das Kabinett beauftragt, die Fortführung dieses Projektes zu konzipieren. Im Übergangszeitraum bis zur Verstetigung wird ein weiterer Förderaufruf umgesetzt, der am 11. März 2021 startet. Bis zum 9. Mai 2021 können neue Gründungsvorhaben eingereicht werden.

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Erzgebirgisches Know-how ist „Teil“ der neuen S-Klasse

Vor wenigen Wochen hat Daimler sein neues Flaggschiff vorgestellt, die neue S-Klasse. Das  Unternehmen MSM Hänel aus Schwarzenbergs Ortsteil Pöhla ist Teil des Projektes. In dem Fahrzeug fahren künftig zwei Scharniere in der hinteren Mittelarmlehne aus dem Erzgebirge mit. Klingt unspektakulär – für MSM Hänel ist es aber durchaus ein Prestigeprojekt. Um das Konzept optimal umzusetzen, holten sich die Schwarzenberger noch weitere Kompetenzen aus der Nachbarschaft mit ins Boot. So vereinigt sich im Scharnier der S-Klasse die Expertise aus vier erzgebirgischen Firmen, beginnend beim Werkzeugbau und formvollendet beim Oberflächenveredler. Und: es ist ein weiteres der unzähligen Beispiele, dass in nahezu jedem deutschen Auto eine Vielzahl an Teilen aus dem Erzgebirge zu finden ist.

„Mit etwa 10 Mitarbeitern sind wir ein recht kleines Unternehmen. Umso stolzer sind wir, für das Daimler-Flaggschiff einen Baustein leisten zu dürfen und vor allem eine recht personalintensive Baugruppe komplett herzustellen, nachdem der Trend in den letzten Jahren eher Richtung Automaten ging“, so Geschäftsführer Ruben Hänel. Konstruiert um einen Fluiddämpfer, mit Know-how aus der Möbelindustrie, hat allein dieses, relativ komplexe, Bauteil eine über 2 jährige Entwicklungszeit hinter sich. Tausende Funktionstests in Hitze und Eiseskälte mussten die Scharniere im Probelauf überstehen. Oberstes Ziel war es, ein geschmeidiges, geräuschfreies Auf und Ab auf Dauer zu gewährleisten. Ende 2019 wurde schließlich erfolgreich erstbemustert. „Seitdem wird bei uns fleißig montiert. Sieben Stanz-Biegeteile vernietet und endmontiert und damit kommt das komplette Scharnier inclusive zugekauftem Dämpfer aus dem Hause MSM“, erklärt Hänel.

Auf das Herstellen von Stanzteilen aus Metall und nicht-metallischen Werkstoffen hat sich das Unternehmen spezialisiert, das bereits 1937 gegründet wurde. Ganz gleich ob 100 Stück oder 5 Millionen Bauteile, im Kern der Arbeit geht es darum, Kunden komplett zu betreuen. Von der Kalkulation über den Werkzeugbau (in Kooperation) bis hin zur Erstbemusterung. Die Branchenliste, für die entwickelt und produziert wird, zeugt von Flexibilität und der Expertise, auch Sonderwünsche zu erfüllen: Hauptsächlich für die Sanitärbranche, Automotive, Elektrowerkzeuge, Weiße Ware, Modelleisenbahnen bis hin zu Medizintechnik reicht die Palette.

„Ebenfalls aus Schwarzenberg, von Fischer Werkzeugbau, kommen die Werkzeuge für die präzisen Stanz-Biegeteile. Die Nieten von Normteile Lindner aus Ehrenfriedersdorf erhalten bei GAZIMA ihre schwarze Oberfläche“, verrät Ruben Hänel und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Das Scharnier ist quasi der Produkt gewordene gemeinsame Messestand Erzgebirge.“ Gemeint ist hier die Präsentationsfläche auf der zweijährlich stattfindenden INTEC in Leipzig, der internationale Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Fertigungs- und Automatisierungstechnik, die voraussichtlich im März 2021 wieder stattfinden soll. Die MSM Hänel GmbH stand dort wiederholt gemeinsam mit der GAZIMA GmbH aus Grünhain-Beierfeld und der Firma Normteile Lindner GmbH aus Ehrenfriedersdorf auf einer Präsentationsfläche. Eben diesen Unternehmen, die direkt an jenem Autoteil mitwirkten, das nun zusammen mit vielen anderen für gehobenen Komfort bei einer Reise in der S-Klasse sorgt. Die Scharniere begeben sich nach Fertigstellung über den Erzgebirgskamm Richtung Tschechien. Bei FEHRER Automotive (Liberec) werden die Mittelarmlehnen vormontiert.

Hintergrund:
Die Expertise rund um Metall ist eine wichtige Kernkompetenz im Erzgebirge. Früher hier gefördert, ist das Metall der Werkstoff, der heute tagtäglich be- und verarbeitet wird. So ist es eine logische Folge, dass die starke Branchenvielfalt im verarbeitenden Gewerbe von der Metallindustrie und dem Maschinenbau dominiert wird. Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes ist fast jedes dritte Unternehmen in der Metallbranche tätig. Verantwortlich dafür ist die über 800jährige Bergbauhistorie der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří, die seit 2019 den Titel UNESCO-Welterbe trägt.

 

Mehr Informationen

MSM Hänel | Ruben Hänel
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Tel.: 03774 81126
Fax: 03774 869940

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Bund fördert Erforschung digitaler Schienentechnologie

Mit insgesamt 17,75 Millionen Euro Fördermitteln aus dem BMVI wollen die Technische Universität Chemnitz und die Deutsche Bahn AG zukünftig Technologien zur Digitalisierung und Automatisierung des Schienenverkehrs unter realen Bedingungen testen. Entlang der von der Erzgebirgsbahn betriebenen Strecke werden für das "Digitale Testfeld Bahn“ 5G-Funkmasten aufgebaut, bestehende Gebäude mit modernster Technik ausgebaut und Triebfahrzeuge zu Testzügen umgebaut.

Der SRCC ist eins von zwei Verbundprojekten, mit dem die TU Chemnitz 2019 im Rahmen des hochkompetitiven Programms „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erfolgreich war. Im Mittelpunkt des SRCC steht der Aufbau eines Forschungscampus in Annaberg-Buchholz. In diesem europaweit einzigartigen Modellprojekt sollen hochautomatisiertes Fahren auf Normalspurgleisen der Bahn sowie ökologisches Fahren, insbesondere mit hybriden Antrieben, weiter erforscht und innovative Mobilitätstechnologien zur Zulassung und Markteinführung gebracht werden.

Neben dem SRCC erhielten die TU und ihre Projektpartnerinnen und -Partner eine Förderung für das Projekt „Smart Composites ERZgebirge“ (SmartERZ).

Weitere Informationen

 

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Befragung: Wertschöpfungspotentiale von Wasserstofftechnologien in Sachsen

Das Innovationscluster HZwo führt aktuelle eine Umfrage zur Erfassung der Wertschöpfungspotentiale von Wasserstofftechnologien in Sachsen durch. Sie richtet sich insbesondere an sächsische Unternehmen und fließt in die sächsische Potentialstudie zu Wasserstoff ein, die bis April erstellt wird.

Sie konnen einen wichtigen Beitrag zu einer zukünftigen sächsischen Wasserstoffwirtschaft und -industrie leisten. Durch Ihre Teilnahme an der Akteurs- und Potenzialumfrage ermöglichen Sie es den Beteiligten und dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, die Wertschöpfungspotenziale für die sächsische Industrie ganzheitlich zu ermitteln und zu bewerten. Die Ergebnisse sind wichtige Bausteine für die Umsetzung der kommenden Sächsischen Wasserstoffstrategie und ein Aushängeschild für die Kompetenzen im Freistaat Sachsen.

Die Umfrageteilnahme ist bis zum Freitag, den 19.02.2021, 15 Uhr möglich.

Jetzt teilnehmen!

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BMWi veröffentlicht Leichtbaustrategie

Heute hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine Leichtbaustrategie für den Industriestandort Deutschland veröffentlicht.

Leichtbau führt über einen geringeren Materialeinsatz zu geringeren Kosten und verbesserten Funktionalitäten. Die geringere Masse bewirkt zudem, dass während der Nutzung des Leichtbauproduktes weniger Energie verbraucht und CO2-Emissionen gesenkt werden. Damit vereinigt Leichtbau auf idealtypische Weise die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und soziale Aspekte.

Mit der Leichtbaustrategie will das BMWi die Rahmenbedingungen verbessern, um die Chancen dieser Technologie noch besser zu nutzen und ihre Potenziale für die Erreichung der Klima- und Nachhaltigkeitsziele zu mobilisieren.

Zur Leichtbaustrategie für den Industriestandort Deutschland

Herausgeber:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Öffentlichkeitsarbeit
11019 Berlin
www.bmwi.de

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